Steigende Betriebskosten - Airport-Express wird deutlich teurer
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Robert -
2. Oktober 2026 um 13:05 -
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Die Stadtbus Ingolstadt GmbH steht unter erheblichem Kostendruck und versucht gleichzeitig, das Angebot im öffentlichen Nahverkehr stabil zu halten. Besonders betroffen ist der Airport-Express nach München, dessen Betrieb ohne Zuschüsse auskommen muss. Die stark gestiegenen Dieselpreise und höhere Personalkosten führen dazu, dass die bisherigen Einnahmen nicht mehr ausreichen. Trotz eines deutlichen Fahrgastzuwachses sieht sich das Unternehmen gezwungen, die Ticketpreise spürbar zu erhöhen.
Kernaussagen & Fakten
- Kostendruck im ÖPNV:
- Die SBI verfolgt einen Konsolidierungskurs, um ein Defizitlimit von rund 19,4 Mio. Euro einzuhalten
- Einsparpotenzial laut Geschäftsführung: ca. 400.000 Euro
- Belastung durch Dieselpreise:
- Durchschnittsverbrauch der Busflotte: 41 Liter / 100 km
- Dieselpreis für Großkunden: ca. 1,90 Euro netto pro Liter
- Kostenanstieg: rund 70 Cent pro Liter
- Zusätzliche Belastung: etwa 28,70 Euro pro 100 km, insgesamt ein niedriger vierstelliger Betrag pro Tag.
- Airport-Express besonders betroffen:
- Einstufung als Fernbuslinie → keine Zuschüsse.
- Sechs Fahrzeuge im Einsatz für den Stundentakt zum Flughafen
- Fahrgastzuwachs Januar–August: +13,6 % gegenüber Vorjahr
- Mehreinnahmen reichen nicht aus, um Diesel- und Tarifsteigerungen auszugleichen
- Neue Ticketpreise ab 13. Dezember:
- Einzelfahrt Vorverkauf: 30,20 Euro (bisher 28,80)
- Kinder bis 15 Jahre: 18 Euro (bisher 17,20)
- Familienkarte: 62,70 Euro (bisher 50,40)
- Familienkarte steigt besonders stark: +25 % im Vorverkauf, über +30 % beim Fahrer
- Anpassung der Familienrabatte:
- Bisherige Rabattierung galt als „zu großzügig“
- Künftig: 35 % Rabatt für Familien
- Zusage: Bei künftigen Anpassungen sollen weitere Kinder berücksichtigt werden (bisher zahlt das dritte Kind voll)
- Weitere Überlegungen:
- Prüfung eines Frühbucherrabatts.
- Hauptziel: Tickets sollen vorab gekauft werden, nicht beim Fahrer
- Anteil der Fahrerkäufe sank von 60 % auf 15 %; Ziel ist eine weitere Reduzierung
- Hintergrund: Zeitverluste beim Fahrer + zusätzliche Verzögerungen durch Baustellen auf der A9
Quelle: Donaukurier.de, Artikel vom 29.09.2026
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