ÖPNV statt Schulbus: Umstellung führt zu Ausfällen, Verspätungen und zahlreichen Beschwerden
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Robert -
18. September 2026 um 13:21 -
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Im Landkreis Pfaffenhofen wurde zum Schuljahresbeginn der Schülerverkehr im Nord‑Ost‑Linienbündel auf reguläre ÖPNV‑Busse umgestellt. Die neue Struktur sollte den Betrieb vereinheitlichen, führte jedoch bereits am ersten Schultag zu erheblichen Störungen. Auch am zweiten Tag blieb das Netz instabil: Busausfälle, falsch angefahrene Haltestellen und überfüllte Fahrzeuge sorgten für Unmut bei Eltern und Schulen. Die Kreisbehörde spricht von typischen Anlaufschwierigkeiten und prüft jeden gemeldeten Fall einzeln, um die Ursachen zu identifizieren und gezielte Maßnahmen umzusetzen.
Umstellung & Rahmenbedingungen
- Region: Linienbündel Nord‑Ost (Wolnzach, Geisenfeld, Vohburg).
- Statt Schulbussen fahren nun ausschließlich öffentliche Linien.
- Täglich werden über 5000 Schüler im Landkreis mit Bussen befördert.
- Im neuen Bündel waren über 25 Fahrzeuge auf rund 60 Fahrten im Einsatz.
Typische Probleme an Tag 1 und Tag 2
- Busausfälle: Mehrere Fahrten fanden nicht statt, teils ohne Vorabinformation.
- Haltestellenfehler:
- Haltestellen wurden nicht oder falsch angefahren.
- Teilweise wurde auf der falschen Straßenseite gehalten.
- In Einzelfällen fuhren Busse zu früh ab.
- Überfüllung: Folgefahrten waren überlastet, wenn vorherige Busse ausgefallen waren.
- Technische Schwierigkeiten:
- Bordrechner zeigten Fahrpläne oder Haltestellen nicht korrekt an.
- Organisatorische Fehler:
- Falsche Linienführung durch Fahrer.
- Unklare oder schlecht erkennbare Linienkennzeichnung.
- Umsteigeprobleme: Verbindungen funktionierten nicht zuverlässig.
Besonders betroffene Orte (Auswahl)
- Burgstall
- Gosseltshausen
- Niederlauterbach
- Königsfeld
- Au am Aign
- Langenbruck
- Rottenegg
- Münchsmünster
- Unterpindhart
- Abeltshausen
- Geroldshausen
- Moosmühle
Situation an Schulen
- In Geisenfeld mussten Kinder im Außenbereich warten, da die Aula nicht genutzt werden durfte.
- In Vohburg behinderten ungeeignete Haltepositionen die Abfahrt der Busse.
Reaktionen & Maßnahmen des Landratsamts
- Bedauern der Unannehmlichkeiten und Hinweis auf typische Startschwierigkeiten.
- Einzelfallanalyse jedes gemeldeten Problems (Linienführung, Fahrplan, Kapazitäten, Fahrerinformationen).
- Einrichtung zusätzlicher Arbeitsgruppen zur Ursachenbewertung.
- Intensivere Abstimmung mit dem Verkehrsunternehmen.
- Prüfung kurzfristiger Anpassungen:
- Fahrzeiten
- Haltestellenbedienung
- Umsteigebeziehungen
- Kapazitäten (z. B. zusätzliche Fahrzeuge)
- Ziel: Schnelle Stabilisierung des Netzes und verlässliche Schülerbeförderung.
Rolle von Eltern und Schulen
- Rückmeldungen fließen direkt in die Bewertung ein.
- Eltern mussten teils selbst fahren, weil Busse nicht kamen oder Informationen fehlten.
- Schulen und Rathäuser weisen darauf hin, dass die Zuständigkeit beim Landratsamt liegt.
Quelle 1: Donaukurier.de, Artikel vom 15.09.2026
Quelle 2: Donaukurier.de, Artikel vom 16.09.2026
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