Landkreis Neuburg plant Notfallregelungen für Taxi‑Tarife und ÖPNV‑Finanzierung
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Robert -
27. April 2026 um 19:31 -
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Der Landkreis Neuburg‑Schrobenhausen reagiert auf steigende Betriebskosten im Verkehrssektor und führt mehrere Übergangsmaßnahmen ein. Ziel ist es, sowohl Taxi‑ als auch Busunternehmen finanziell abzusichern und die Mobilität im Landkreis stabil zu halten.
Angepasste Taxi‑Tarife als kurzfristige Entlastung
Da die Überarbeitung der Taxi‑Tarifordnung aus dem Jahr 2022 noch andauert, wurde gemeinsam mit den Taxiunternehmen eine vorläufige Lösung beschlossen. Hintergrund sind deutlich gestiegene Kraftstoff‑ und Personalkosten.
Die Übergangsregelung umfasst:
- Kilometerpreis tagsüber: 2,80 € (vorher 2,40 €)
- Kilometerpreis nachts: moderater Aufschlag gegenüber dem Tagestarif
- Wartezeitpauschale: 40 € pro Stunde (vorher 36 €)
- Befristeter Kraftstoffzuschlag: 1,50 € pro Fahrt
- gültig, solange der bundesweite Dieselpreis über 1,76 €/l liegt
- entfällt automatisch nach drei aufeinanderfolgenden Tagen unterhalb dieser Marke
Diese Regelung gilt bis Jahresende und soll die Zeit überbrücken, bis die neue Taxi‑Tarifordnung vollständig vorliegt.
Neue Vorschrift zur Sicherung des ÖPNV
Auch im Busverkehr plant der Landkreis eine strukturelle Anpassung. Da ein Großteil des ÖPNV privatwirtschaftlich betrieben wird, sind die Unternehmen auf pünktliche Ausgleichszahlungen für staatlich geförderte Tickets angewiesen – etwa für das Deutschlandticket oder das 365‑Euro‑Ticket.
Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, soll künftig Folgendes gelten:
- Der Landkreis springt vorübergehend ein, wenn Zahlungen von Bund oder Land verspätet eintreffen.
- Die Regelung dient als Notfallmechanismus, nicht als dauerhafte Finanzierung.
- Sie soll später in das Regelwerk des Verkehrsverbunds VGI integriert werden.
Der Hintergrund: Würden private Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen aussteigen, müsste der Landkreis Leistungen wie die Schülerbeförderung selbst organisieren – mit deutlich höheren Kosten. Aktuell werden nur drei Linien gemeinwirtschaftlich betrieben, der Rest liegt in privater Hand.
Quelle: Donaukurier.de, Artikel vom 2511.04.26
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