VGI erhöht Ticketpreise - Neue Tarife ab August
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Robert -
15. April 2026 um 20:16 -
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Im Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt (VGI) steigen zum 1. August die Ticketpreise. Die Verbandsmitglieder haben eine durchschnittliche Erhöhung von 4,9 % beschlossen. Gleichzeitig werden drei Angebote eingestellt: Nachtkarte, Partnertageskarte und Jobticket Premium, da sie kaum noch genutzt wurden.
Hintergrund der Preiserhöhung
Zwei Faktoren belasten laut VGI die gesamte Branche:
- Kraftstoffkosten: Dieselpreise sind seit Jahren volatil, haben aber zuletzt stark angezogen. • 2022: Anstieg um über 44 % • Anfang 2026 (Januar–März): erneuter Sprung um 43,5 % Die Daten stammen aus dem EU‑Öl-Bulletin. Der Verband spricht von einer kaum noch kalkulierbaren Entwicklung.
- Personalkosten: Mehr als die Hälfte der Ausgaben entfällt auf Personal. Zwar ist der VGI nicht direkt von den aktuellen Verdi‑Streiks betroffen, beobachtet aber die Tarifabschlüsse genau. Forderungen von bis zu 25 % stehen im Raum und könnten indirekt durchschlagen.
Entwicklung der Ticketnutzung
Die Einnahmestruktur verschiebt sich deutlich:
- Deutschland‑Ticket: 47 % Anteil
- 365‑Euro‑Ticket (v. a. Schüler): 32 %
- Einzel- und Mehrfahrten: 15 %
- Andere Sondertickets: kaum noch relevant
2025 lagen die reinen Ticketerlöse bei rund 24,8 Mio. €. Durch staatliche Zuschüsse für die beiden großen Pauschaltickets steigt die Gesamtsumme auf etwa 43,2 Mio. €
(Deutschland‑Ticket: +3,8 Mio. €, 365‑Euro‑Ticket: +14,5 Mio. €).
Tarifmechanismus und Entscheidungsprozess
Seit 2018 nutzt der VGI ein Warenkorbmodell, das verschiedene Kostenfaktoren abbildet. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten — insbesondere Dieselpreise und Tarifverhandlungen — war die Entscheidung schwierig. Nach zwei Sitzungen einigte man sich schließlich auf die Erhöhung.
Der VGI betont: Sollte die Politik künftig eine deutliche Entlastung schaffen, soll dies bei der nächsten Tarifrunde 2027 berücksichtigt werden.
Reaktionen
- Aus dem politischen Raum kommt Kritik an der Höhe der Anpassung.
- Es wird gefordert, mögliche zukünftige Entlastungen direkt an die Fahrgäste weiterzugeben.
- Zudem wird angemahnt, dass der VGI auch interne Einsparpotenziale prüfen müsse.
Quelle: Donaukurier.de, Artikel vom 15.04,2026
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